Briten investieren in das russische Business-Netzwerk

Der erfolgreiche Börsengang des weltweit größten Businessnetzwerks LinkedIn in den USA in Mai 2011 wurde zum wahren Lackmustest für Unternehmen der Generation Web2.0.  Nun lassen sich Investoren auch in Russland nicht mehr von hohen Bewertungen für Social-Media-Unternehmen abschrecken. Ende Mai 2011 investierte der britische Anleger Open Capital 2,5 Millionen Dollar in Aktien der russischen Internet-Plattform Professionali.ru.

Business-Netzwerk Professionali.ru- großes Potential! 

Hinter Open Capital stehen der Deutsche Frederic Hofmann und der Litauer Andrej Russakow, der die Fakultät für Mechanik und Mathematik der Moskauer Lomonossow-Universität absolvierte und fließend Russisch spricht. Die Partner sehen Professionali als eines der wenigen Business- und Karrierenetzwerke, das gerade auf einem lokalen Niveau sehr stark ist.

Wie das russische monatliche Geschäftsmagazin „Sekret Firmy“ berichtet, wächst die Anzahl der Benutzer von LinkedIn ungefähr genauso schnell wie die von Facebook. Das größte russische soziale Netzwerk vKontakte hingegen hat im Vergleich zu Professionali einen wesentlichen Vorsprung. Dies sei ein Zeichen dafür, dass Businessnetzwerke im russischen Internet ein großes Potenzial haben, so das Magazin.

Finanzierungsquellen: Nicht nur Werbung

Anders als bei Facebook dreht sich alles bei Businessnetzwerken wie Porfessionali, XING oder LinkedIn um das Thema Karriere. User können also nicht nur ihren Lebenslauf veröffentlichen, sondern auch wichtige geschäftliche Kontakte online knüpfen. Professionali existiert seit 2009 und hat zurzeit rund 1,9 Millionen registrierter Benutzer. Nur zum Vergleich: Der Mitbewerber Moikrug von Yandex hat momentan etwa 2 Millionen User.

Zu 80% wird Professionali durch die Werbeeinnahmen und zu 20% durch den Verkauf der Benutzerkonten finanziert. Noch dieses Jahr will das Netzwerk jedoch nach Vorbild von LinkedIn auch die Zusammenarbeit mit Recruiting Agenturen starten. Dem amerikanischen Netzwerk bringt sie zurzeit mehr als ein Drittel des jährlichen Einkommens (rund 250 Millionen Dollar im Jahr 2010).

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